An der Graduiertenschule werden Promovierende darin ausgebildet, Wissen, Ressourcen des Wissens sowie die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen diesen beiden Kategorien zu analysieren. Im Zentrum des Programms steht eine „historisch-politische Epistemologie“, die eine Vielzahl historischer Ressourcen der Wissensentstehung in den Blick nimmt: politische Systeme, technische Infrastrukturen, soziale Interaktion, materielle Objekte und Medientechnologien.
Mit den Dissertationen wird die Wissensgeschichte an den Schnittstellen wissenschaftlicher Disziplinen neu gestaltet. Auf der einen Seite stehen die Wissenschafts-, Technik- und Medizingeschichte und -philosophie (HPSTM: History and Philosophy of Science, Technology, and Medicine), auf der anderen Regional Studies, Global Studies, Science & Technology Studies (STS), alle Felder der Geschichtswissenschaften, Medienwissenschaften, Museumswissenschaften, Archäologie, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Philologie, Umweltwissenschaften und Forschung im Bereich der Digital Humanities. Die Studierenden werden darin geschult, innovative Forschungsmethoden anzuwenden. Sie werden zu Fachgrößen ausgebildet, die in der Lage sind, die dringend benötigte vergleichende Perspektive, Reflexion und historische Tiefe in die Gestaltung von Wissensgesellschaften weltweit einzubringen und sich in einem breiten Spektrum von Berufsfeldern zu betätigen, ob im Journalismus, in sozialen Medien, Kunst, Museen und Archiven oder im Bereich der Wissenschafts- und Bildungspolitik.
Das Leitungsgremium der IMPRS-KIR ist die „Principal Teaching Faculty“, der neun Professor*innen der vier Partnerinstitutionen angehören. Sie werden vom Sprecher*innenrat repräsentiert, dem aktuell Dr. Etienne Benson (MPIWG), Prof. Dr. Heike Weber (TU) und Prof. Dr. Christine von Oertzen (MPIWG/HU) angehören. Sprecherinnen der Vorjahre waren Prof. Dr. Dagmar Schäfer (MPIWG), Prof. Dr. Viktoria Tkaczyk (HU) und Prof. Dr. Anke te Heesen (HU).
Zur Zeit studieren an der IMPRS-KIR 16 Doktorand*innen. Weitere Informationen über das Programm und alle beteiligten Personen finden Sie auf der IMPRS-Webseite.
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