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Im Kontext ökologischer Debatten wird immer wieder auf die Erde Bezug genommen, verbunden mit der These eines neuen Erdzeitalters (Anthropozän) und/oder dem Verweis auf die terrestrischen Existenzbedingungen menschlichen Lebens. Vor diesem Hintergrund widmet sich das Seminar einer Genealogie der Figur der Erde und geht der Frage nach, wie diese in Naturforschung, Naturphilosophie und Politischer Ökonomie im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert artikuliert wurde. Die Analyse von ökologischen bzw. proto-ökologischen Aspekten der „geologischen Imagination“ (Tang) um 1800 und der (romantischen) Naturphilosophie soll dabei auch den Wandel in der diskursiven Vergeschlechtlichung der Figur der Erde sowie diskursive Prozesse der Territorialisierung im Zusammenhang mit dem sich formierenden modernen Rassendiskurs einschließen. Der letzte Teil des Seminars wird sich Marx‘ Rezeption der Naturphilosophie und dem Status der „Erde“ in den Frühschriften widmen.